|
Es ist soweit: unsere neue Homepage
steht und ich habe mir eine Verpflichtung mehr auf den Hals geladen.
Als Tschümmel diesen Frühling mit den Vorbereitungen zu
unserer erneuerten Homepage begann, kam mir spontan die Idee eine
Art „Kolummne“ zu schreiben. Ich hoffe Ihr findet diesen
Geistesblitz nicht allzu doof und amüsiert Euch ab und zu ab
meinen Gedanken. In welchen abständen ich die Texte wechsle
wird sich noch weisen, das beste wird sein Ihr schaut ab und zu
wieder auf Roadrunners.ch vorbei.
Also, über „das erste mal“ wollte ich mich äussern.
Im Leben gibt es immer wieder Ereignisse die man gemeinhin als „das
erste mal“ bezeichnet. (Bsp.: das erste mal... –im stehen
pinkeln, -in der Schule Strafaufgaben fassen, -auf einem Mofa durch
die Gegend fräsen, -wissen was es heisst zuviel Alkohol getrunken
zu haben etc. etc.) Das sind zweifelsohne alles Ereignisse die einen
jungen Menschen prägen. Was mich persönlich extrem stark
geprägt hat war das erste mal mit dem Töff ins Tessin
tuckern. Wir erinnern uns:
Es ist das Jahr 1991 die Welt ist noch in Ordnung ( in der Deutschschweiz
schifft es an Pfing-sten und im Tessin beginnt bereits der Sommer)
Am Pfingstsamstag treffen sich eine Handvoll Grünschnäbel
mit ihren 125ern sowie ein verhinderter Rennfahrer mit seiner 1000er
Yamaha.
Die stinkenden 2-takter sind bepackt mit Zelt, Schlafsack und ein
paar Büchsen Bier. Auf der Yamaha hat es zusätzlich noch
Platz für einen CD-Player.
Man ist sich einig, die Autobahn ist nichts für wahre Biker
und so wird alles „hintendurch“ ge-günscherlet.
Nach etwa 2 Stunden Reise beginnt es am Vierwaldstättersee
zu regnen - das ganze Halt und Regenkleider montieren. Die einzigen
Autobahnkilometer die unausweichlich sind, befinden sich im Gotthardtunnel.
Beim passieren der Kantonsgrenze Uri-Tessin kommt bei allen sowas
wie Ferienstimmung auf kommentiert wird dies mit gehupe. Es ist
fast so als befände man sich jetzt im Ausland, auf jeden Fall
sehr weit weg von Zuhause denn es ist ja nichts mehr deutsch angeschrieben,
und die Sonne scheint hier immer zu scheinen.
Bei der Ankunft auf dem Zeltplatz quellen uns fast die Augen über,
unglaublich viele Motorräder stehen Lenker an Lenker aufgereiht
und die Besitzer feiern bereits viele kleine Partys vor Ihren Zelten.
Für uns paar Nasen hat es nur noch wenig Platz zum Zelten (ganz
vorne beim Damm) und die Töffe können wir gar nicht mehr
abstellen, wir parkierten sie deshalb gleich neben den Zelten. What
a feeling, Bike, Zelt und Bier in unmittelbarer Reichweite.
Nach dem Nachtessen vom Grill begibt man sich an die Melezza um
Benzin zu reden und über jene zu lästern die nicht mitgekommen
sind... Spät, sehr spät wird sogar noch gesurft auf den
Steinen die für uns in dem Moment der Nabel der Welt sind.
Der Sonntag beginnt erst am Mittag und für alle ist klar was
auf dem Programm steht. Töfffahren natürlich. Allein schon
die paar Kilometer im Centovalli verschlagen uns fast den Atem vom
Maggiatal sprechen wir gar nicht erst... so viele Kurven, keiner
hat das auch nur zu träumen gewagt.
Und heute? Viele tausend Kilometer, einige Pannen und abfahren
sämtlicher motorradtauglichen Strecken im Tessin später,
ist es immer noch jedesmal wie nach Hause kommen bei der Ankunft
auf dem Zandone Zeltplatz. Und doch, so wie das erste mal wird es
nie mehr, dieses Gefühl von Freiheit und Abenteuer (kein Witz!)
kommt nicht mehr.
Deshalb, es ist Zeit die Vergangenheit ruhen zu lassen und etwas
neues zu wagen:
Lasst uns töffmässig unbekannte Gebiete entdecken und
wieder mal ein „erstes mal“ erleben! Suchen wir uns
ein neues Ziel für Pfingsten 2002!
Euer Präsi
Wäbi |