Aktuelles
über uns
Events
Präsis Wort

 



Hallo, ich bin der Präsident der Roadrunners und werde in dieser Kolumne regelmässig meinen Kommentar zur aktuellen Lage abgeben...
Das erste mal....
 
1. Online-Beitrag des Präsidenten vom 6. August 2001
 

Es ist soweit: unsere neue Homepage steht und ich habe mir eine Verpflichtung mehr auf den Hals geladen. Als Tschümmel diesen Frühling mit den Vorbereitungen zu unserer erneuerten Homepage begann, kam mir spontan die Idee eine Art „Kolummne“ zu schreiben. Ich hoffe Ihr findet diesen Geistesblitz nicht allzu doof und amüsiert Euch ab und zu ab meinen Gedanken. In welchen abständen ich die Texte wechsle wird sich noch weisen, das beste wird sein Ihr schaut ab und zu wieder auf Roadrunners.ch vorbei.

Also, über „das erste mal“ wollte ich mich äussern. Im Leben gibt es immer wieder Ereignisse die man gemeinhin als „das erste mal“ bezeichnet. (Bsp.: das erste mal... –im stehen pinkeln, -in der Schule Strafaufgaben fassen, -auf einem Mofa durch die Gegend fräsen, -wissen was es heisst zuviel Alkohol getrunken zu haben etc. etc.) Das sind zweifelsohne alles Ereignisse die einen jungen Menschen prägen. Was mich persönlich extrem stark geprägt hat war das erste mal mit dem Töff ins Tessin tuckern. Wir erinnern uns:

Es ist das Jahr 1991 die Welt ist noch in Ordnung ( in der Deutschschweiz schifft es an Pfing-sten und im Tessin beginnt bereits der Sommer) Am Pfingstsamstag treffen sich eine Handvoll Grünschnäbel mit ihren 125ern sowie ein verhinderter Rennfahrer mit seiner 1000er Yamaha.
Die stinkenden 2-takter sind bepackt mit Zelt, Schlafsack und ein paar Büchsen Bier. Auf der Yamaha hat es zusätzlich noch Platz für einen CD-Player.

Man ist sich einig, die Autobahn ist nichts für wahre Biker und so wird alles „hintendurch“ ge-günscherlet. Nach etwa 2 Stunden Reise beginnt es am Vierwaldstättersee zu regnen - das ganze Halt und Regenkleider montieren. Die einzigen Autobahnkilometer die unausweichlich sind, befinden sich im Gotthardtunnel. Beim passieren der Kantonsgrenze Uri-Tessin kommt bei allen sowas wie Ferienstimmung auf kommentiert wird dies mit gehupe. Es ist fast so als befände man sich jetzt im Ausland, auf jeden Fall sehr weit weg von Zuhause denn es ist ja nichts mehr deutsch angeschrieben, und die Sonne scheint hier immer zu scheinen.

Bei der Ankunft auf dem Zeltplatz quellen uns fast die Augen über, unglaublich viele Motorräder stehen Lenker an Lenker aufgereiht und die Besitzer feiern bereits viele kleine Partys vor Ihren Zelten. Für uns paar Nasen hat es nur noch wenig Platz zum Zelten (ganz vorne beim Damm) und die Töffe können wir gar nicht mehr abstellen, wir parkierten sie deshalb gleich neben den Zelten. What a feeling, Bike, Zelt und Bier in unmittelbarer Reichweite.

Nach dem Nachtessen vom Grill begibt man sich an die Melezza um Benzin zu reden und über jene zu lästern die nicht mitgekommen sind... Spät, sehr spät wird sogar noch gesurft auf den Steinen die für uns in dem Moment der Nabel der Welt sind.

Der Sonntag beginnt erst am Mittag und für alle ist klar was auf dem Programm steht. Töfffahren natürlich. Allein schon die paar Kilometer im Centovalli verschlagen uns fast den Atem vom Maggiatal sprechen wir gar nicht erst... so viele Kurven, keiner hat das auch nur zu träumen gewagt.

Und heute? Viele tausend Kilometer, einige Pannen und abfahren sämtlicher motorradtauglichen Strecken im Tessin später, ist es immer noch jedesmal wie nach Hause kommen bei der Ankunft auf dem Zandone Zeltplatz. Und doch, so wie das erste mal wird es nie mehr, dieses Gefühl von Freiheit und Abenteuer (kein Witz!) kommt nicht mehr.

Deshalb, es ist Zeit die Vergangenheit ruhen zu lassen und etwas neues zu wagen:

Lasst uns töffmässig unbekannte Gebiete entdecken und wieder mal ein „erstes mal“ erleben! Suchen wir uns ein neues Ziel für Pfingsten 2002!

Euer Präsi

Wäbi